Schüler leben Staat
Seit gestern erleben Schüler am Mörike-Gymnasium die Funktionsweise eines echten Staats im Rahmen eines Planspiels. Nach der offiziellen Eröffnung für die Schüler hieß „EuMögya“ am Donnerstag ab 11 Uhr bereits rund 500 Besucher willkommen. Diese konnten in über 170 kreativ gestalteten Betrieben mit der EuMögya-internen Währung „Möggle“ einkaufen, sportlich aktiv werden und ein internationales kulinarisches Angebot genießen. Das Betriebsangebot hat die Erwartungen deutlich übertroffen: Es geht vom italienischen Pastarestaurant über Werbeagenturen und Flohmärkte bis hin zur täglichen Partnersuche fürs eigene Standesamt beim Speed-Dating. Erste große Probleme mit Arbeitslosigkeit wurden größtenteils überwunden. Die Arbeitslosenquote konnte durch Vermittlung, Neugründung von Betrieben und Einstellung von zusätzlichen Beamten von 16 % auf rund 8 % halbiert werden.
Zudem finden täglich ein bis zwei öffentliche Sitzungen des 33-köpfigen Parlaments in der neuen Mensa statt. Dort wurden gestern auch ein Falschgeldskandal und ein Fall wegen Sachbeschädigung in einem Betrieb vor dem 4-köpfigen Richtergremium verhandelt.
Kultur und Sport kommen auch nicht zu kurz: Neben einer Fussballliga und zahlreichen sportlichen Privatbetrieben von Kistenstapeln bis hin zum Parcour-Kurs gibt es auch eine hochwertige Staatsgalerie, in der junge Talente ihre Werke präsentieren. Ein weiteres Highlight war der Modelwettbewerb „Mr. & Mrs Eumögya“ am gestrigen Freitag. Der Mögy-Staat steht auch im Zusammenhang mit dem „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Projekt. So werden Betriebe mit internationalem Hintergrund oder zum Thema passenden Engagement steuerlich begünstigt. Am heutigen abschließenden Samstag hat das Projekt noch mal von 9 Uhr bis 16 Uhr mit vielfältigem familienfreundlichem Programm für Jedermann geöffnet.